Im Juni 2025 leistete IDEA einen aktiven Beitrag zum Y-CARE-Projekt, indem mehrere Fokusgruppen und eine Roundtable-Diskussion mit Lehrkräften durchgeführt wurden. Ziel dieser Veranstaltungen war es, tiefere Einblicke in emotionale Belastungen, Arbeitsdruck und Unterstützungsbedarfe von Pädagog:innen zu gewinnen.
Am 27. Juni 2025 fanden zwei Fokusgruppen in den Räumlichkeiten von IDEA in Łomża statt. Die erste beschäftigte sich mit Peer-Support-Strukturen, die zweite mit Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Die Teilnehmenden berichteten offen über emotionale Überlastung, administrative Hürden und Schwierigkeiten in der Kommunikation mit Schulleitungen. Besonders hervorgehoben wurde das Fehlen formeller Unterstützungsmechanismen. Genannt wurden der Bedarf nach regelmäßigen, nicht-bewertenden Austauschformaten, Mentoring-Programmen und einer Arbeitskultur, die gegenseitige Unterstützung und Vertrauen fördert.
Am darauffolgenden Tag, dem 28. Juni 2025, fand an der MANS (Mazovian Academy of Applied Sciences) in Łomża eine Roundtable-Diskussion statt. Lehrkräfte aus unterschiedlichen Einrichtungen diskutierten hier systemische Herausforderungen im Bildungssektor. Genannt wurden unter anderem äußerer Druck durch Eltern und lokale Gemeinschaften, unklare Aufgabenbeschreibungen sowie das Fehlen formeller psychologischer und kollegialer Unterstützung. Empfohlene Maßnahmen umfassten regelmäßige Wellbeing-Audits, nationale Leitlinien für flexible Arbeitspraktiken sowie den Aufbau regionaler Unterstützungsnetzwerke für Lehrkräfte.
Diese Veranstaltungen stellen einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte dar. IDEA plant, die gesammelten Erkenntnisse in den kommenden Projektphasen in konkrete Empfehlungen und Lösungen einfließen zu lassen.
